Leitbild

Begleitung

Bestatter_in sein bedeutet für uns Tote in der Zeit bis zur Bestattung und ihre Zugehörigen im Abschied von Ihren Verstorbenen zu begleiten.

Wir begegnen den Toten mit Respekt, Freundlichkeit und Zuwendung. In der Totenfürsorge geben wir den gestorbenen Menschen in ihrer Persönlichkeit die sie sind und waren Raum. Wie sich Umgang mit den Toten genau gestaltet, also was wir tun oder auch nicht tun, entwickeln wir in der Begleitung.

Jeder Mensch hat die Fähigkeit, Verlust und Tod in sein Leben zu integrieren. Als Bestatter_innen ist unsere Aufgabe Rahmen und Halt in diesem Prozess herzustellen. Wir unterstützen und ermutigen die Menschen, die wir begleiten sich selbst wahrzunehmen, sich zu vertrauen und sich uns auch zuzumuten. Wir möchten dazu beitragen, dass sie ihren eigenen Trauerweg selbstbestimmt, individuell und in Kontakt mit ihrem sonstigen Lebensumfeld gestalten. Unser Ziel ist die Annahmekräfte und Ressourcen von Trauernden zu stärken. Wir gehen in unserer Sprache und unserem Arbeitsstil auf die Lebenswelt unseres Gegenübers ein. Wir bestärken Impulse und übernehmen wenn nötig auch die Rolle als Expert_innen eine Erlaubnis oder Absicherung zu geben.

Wir reflektieren unsere eigenen Normen und Bilder in Bezug auf Trauerprozesse, um keine Vorgaben oder Verbote zu vermitteln.

 

Betriebsführung

Auch in Betrieben mit mehreren Bestatter_innen arbeiten wir grundsätzlich mit einer_m festen Ansprechpartner_in für jede Begleitung. Beratung, Organisation und Totenfürsorge gehören zusammen und werden grundsätzlich nicht zwischen verschiedenen Personen aufgeteilt.

Wir reflektieren unsere Arbeit regelmäßig z.B. durch externe Supervision und kollegialem Austausch und bilden uns fort.

Wir überprüfen regelmäßig die von uns angebotenen Produkte, um möglichst regionale und umweltschonende Alternativen zu nutzen.

In unserer Preisgestaltung streben wir nach Transparenz und Übersichtlichkeit. Wir unterstützen Zugehörige auch eine Bestattung mit geringen Finanzmitteln durchzuführen.

 

Vernetzung und Wandel

Wir haben  uns entschieden gerade in den Tagen oder Wochen zwischen Tod und Bestattung zu arbeiten, weil wir dazu beitragen möchten die Möglichkeiten, die in dieser Zeit liegen, auch wahrzunehmen. Wir sind aktiver Teil des Kulturwandels im Umgang mit Sterben Tod und Trauer und fühlen uns mit dem Hospizgedanken und der Trauerbegleitungs und -selbsthilfebewegung verbunden. Wir tragen durch Presse-, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit dazu bei. Deshalb bringen wir uns in lokalen und überregionalen Netzwerken ein, die inhaltlich Anschluss an unsere Arbeit haben und suchen den Austausch mit anderen Berufsgruppen.